28. März 2010
Sozialstaat — Tagesseminar im Bremer Infoladen (St. Pauli-Str. 10-12)
| 19. Juni 2010 |
Samstag, 13-20 Uhr
Anmeldung nicht nötig, einfach vorbeikommen!
Man muss kein Linker sein, um dem Kapitalismus oder modern – der sozialen Marktwirtschaft – ein Armutszeugnis auszustellen: Die Rente ist nicht sicher, Arbeitslosigkeit und Niedriglohnsektor gehören zum Kapitalismus nunmal dazu und in Fragen der Gesundheit wird alternativ zum Arztbesuch geraten, sich mit den medizinischen Mitteln der Urgroßmutter zu begnügen.
Vom politischen Mainstream sind solche Aussagen natürlich nicht als Gesellschaftskritik gemeint, sondern als Aufforderung, sich an die bleibende Armut zu gewöhnen. Irgendwie soll es Armut in der BRD dann aber wiederum gar nicht geben, weil es ja den Sozialstaat gibt. Auf dem Seminar wollen wir rund um das Thema Armut folgende Fragen stellen:
Warum braucht es einen Sozialstaat? Wobei hilft der Sozialstaat und wozu reicht diese Hilfe? Warum geraten seine Leistungen immer wieder in das Zentrum politischer Debatten (Hängematte, Faulenzer)? Wie wird der Sozialstaat zum Mittel für die Standortpolitik? Woran merkt die Politik, dass sie bei der Leistungskürzung übertrieben hat? Ist der Sozialstaat schon was gutes, weil er einst erkämpft wurde? Ist das politische Sozialprogramm der Linkspartei wirklich so anders als das der Regierung?